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Sieben Dimensionen menschlichen Wachstums

Menschliches Wachstum – Persönlichkeits- sowie spirituelles Wachstum – wird durch die Lösung von Verstrickungen und Blockaden und durch Bewusstwerdung in sieben Dimensionen ermöglicht und gefördert:

1.

Bewusstwerdung der Bedürfnisse und Ziele des Lebens, der bewussten und zunächst unbewussten Ziele. Was will ich wirklich? Was ist wirklich wichtig? Welche Ziele möchte ich loslassen? Was hat Priorität?

2.

Alles fühlen können, Entwicklung der Angst- und Schmerztoleranz; entdecken, welche Gefühle bisher vermieden wurden; in der Lage sein, alles zu fühlen, ohne sich ablenken, weglaufen, verdrängen oder verschieben zu müssen. Dies ist die Voraussetzung von Ich-Stärkung, Souveränität, innerer Freiheit und Lebendigkeit.

3.

Gleichzeitig die Fähigkeit entwickeln, eine innere Distanz zu dem Drama und dem inneren und äußeren Leben zu bekommen, Selbst-Empathie, Selbst- Akzeptanz, Selbst-Vertrauen.

4.

Verständnis entwickeln für die inneren Muster, tieferen Ursachen und die Intentionen des Verhaltens und Erlebens.

5.

Die Blockaden des Körpers und des Atems lösen und so einen freien Energiefluss entwickeln und die Fähigkeit, Gefühle wirklich zu fühlen und dadurch zu lösen.

6.

Die Verstrickungen mit der Vergangenheit lösen, Aussöhnen mit dem schon Geschehenen als Voraussetzung, in der Gegenwart inneren Frieden und Lebendigkeit zu finden.

7.

Auseinandersetzung, Begegnung und Lösung der existenziellen Ängste, Angst vor der inneren Bodenlosigkeit, der inneren Leere, dem existenziellen Alleinsein und der Angst vor dem Tod.

Diese 7 Dimensionen menschlichen Wachstums zielen auf Lebendigkeit, innere Freiheit, Ich-Stärkung und Authentizität. So werden diese sieben Dimensionen auch „7 Schritte zum Aufwachen“ genannt (Christian Meyer 2004, 2014). Dies reflektiert die einfache Tatsache, dass das Lösen persönlicher Konflikte und Probleme und somit das persönliche Wachstum eine Voraussetzung für das spirituelle Wachstum darstellt.

Spirituelle Wege, die die persönliche Entwicklung ignorieren, beinhalten die Gefahr, dass der Mensch künstlicher und von seinem Inneren Fühlen und Erleben entfremdeter wird. Sie erhöhen die Gefahr persönlicher und spiritueller Krisen. So sind diese 7 Schritte auch – allgemeiner und grundlegender gefasst – die „7 Dimensionen des Loslassens“ (Christian Meyer, Goldmann Verlag 2016). Es sind die grundlegenden Dimensionen persönlichen Wachstums, sie bewirken Veränderungen auf den oben dargestellten Ebenen 1 und 2.

Viele Psychotherapeuten haben psychotherapeutische Werkzeuge entwickelt, die nicht nur auf Ebene 1 und 2 wirken, sondern auch Voraussetzungen für die Ebene 3 und 4 schaffen und in diese Ebenen hinein wirken. Darunter sind auffallend viele, die neue Therapieschulen gegründet haben, wie Carl R. Rogers, Fritz Perls, Leland Johnson, C. G. Jung oder Peter Levine oder zumindest eine neue Richtung innerhalb einer Schule wie die Psychoanalytikerin Karen Horney und Erich Fromm. Karen Horney war vielleicht die erste, die die wertvollen Methoden der Psychotherapie nicht nur für die Lösung persönlicher Probleme sondern auch für das grundlegende menschliche Wachstum nutzen wollte.

Es sind allesamt psychotherapeutische Methoden, die im weiteren Sinne zur Familie der tiefenpsychologischen und psychodynamischen Therapie zählen, wenn man die Verwurzelung der Gestalt-Therapie und auch der reichianischen Körperpsychotherapie in der Psychoanalyse im Auge hat.

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