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Die Methoden der Arbeit sind ganzheitlich und beziehen die Ebene der Gefühle, des Körpers und des Geistes ein.

Diese Bausteine stehen nicht nebeneinander, sondern sind integriert zu einer ganzheitlichen Arbeit. Sie sind eingebunden in die therapeutische und existentielle Zielsetzung, für das Persönlichkeits-Wachstum, die Ich-Stärkung und die Erfahrung transpersonaler Dimensionen von Bewusstsein und Gegenwärtigkeit.

Bausteine der Arbeit

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Es wird davon ausgegangen, dass weite Teile der psychischen Prozesse unbewußt verlaufen und die dynamische Wirkung unbewusster Konflikte die Ursachen für psychische Störungen darstellen. Dabei werden nicht nur die Konflikte der Vergangenheit berücksichtigt, sondern – Yalom folgend – die existenziellen Konflikte, die die Gegenwart und die vor ihm liegende Zukunft des Menschen betreffen. Es handelt sich um die existentiellen Dimensionen der Bodenlosigkeit, des Alleinseins, der Leere und Sinnlosigkeit und des eigenen Todes. Weiter findet besondere Berücksichtigung der psychoanalytische Ansatz von Karin Horney, in dessen Mittelpunkt die Arbeit mit den gegenwärtig dynamisch wirksamen Konflikten steht. Deren Bestandteile sind das innere Selbstbild, das innere Größen-Ich und Minderwertigkeits-Ich und die innere Instanz des inneren Richters beziehungsweise der Richterin. Dabei findet – im Sinne Karin Horney’s – die Analyse des menschlichen Verhaltens besondere Berücksichtigung als eine frühkindliche erworbene Strategie, mit der Angst, der Hilflosigkeit und dem Mangelerleben dadurch fertig zu werden, dass der Mensch ein bestimmtes Selbstideal zu verwirklichen sucht, um besser, hilfreicher, stärker, klüger usw. als die anderen zu werden, ein Selbstideal, den der Mensch jedoch niemals genügen kann, so dass das Scheitern daran vorprogrammiert ist.

Trance-Arbeit

Viele dieser Methoden kommen aus dem NLP oder aus der Klinischen Hypnose nach M. Erickson. Inhaltlich geht es um Strategien für Problemlösung, Stärkung von Selbstvertrauen, Entwicklung innerer Bewusstheit und die Öffnung für die transpersonale Dimension und Gegenwärtigkeit.

Körper-Psychotherapie

Körperorientierte Therapie geht (im Anschluss an Wilhelm Reich u.a.) davon aus, dass die dynamisch wirksamen Konflikte und insbesondere ihre neurotische Abwehr sich auch und gerade in körperlichen Verspannungen, der Körperhaltung und im Energiefluss des Körpers und ggf. in Erschöpfungszuständen ausdrückt. Es wird berücksichtigt, dass auch mehrere tiefenpsychologisch und analytisch arbeitende Therapeuten (vergleiche z.B. Tilmann Moser) die körperliche Dimension in die Arbeit einbeziehen. Dies geschieht auf drei Ebenen:

  • Grounding: Das Verbunden-Sein mit dem inneren Zentrum, der inneren Mitte, das (Wieder-) entdecken unmittelbarer Lebendigkeit;
  • Atmen: Der Atem ist der Rhythmus des Lebens. Die Freiheit des Atems entscheidet mit, wie groß die Möglichkeit des Zugangs zu Gefühlen ist, wie unabhängig die Person von den inneren Zwängen wird, inwiefern das Individuum die verschiedenen Aspekte seiner Persönlichkeit integrieren kann statt sie als Schatten abzuspalten oder neurotisch auszuagieren.
  • Strömen: Das Strömen umfasst Methoden, mit denen der Energiefluss des Körpers unmittelbar erfahren und verbessert werden kann. Dies stärkt die inneren Selbstheilungskräfte und vertieft die Lebendigkeit.

Gestalt-Therapie

Die grundlegenden Methoden der Gestalt-Therapie werden in Hinsicht auf den Umgang mit existenziellen Konflikten und existenziellen Krisen erlernt, insbesondere: Polaritäten-Arbeit, Hier-und-Jetzt, Der Weg aus der Sackgasse, Kontakt, Vermeidung und Abwehrmechanismen.

Literatur-Empfehlungen:

  • Karen Horney: Neurose und menschliches Wachstum. Fischer, Frankfurt/Main 1985
  • „Grundüberzeugungen als Skelett des Psychischen“. Hermann Beland: Die Angst vor Denken und Tun. Psychosozial Verlag, Gießen 2008.Ders.: Unaushaltbarkeit. Psychoanalytische Aufsätze II. Psychosozial Verlag 2010.
  • Irvin D. Yalom: Existentielle Psychotherapie. Edition Humanistische Psychologie, Köln
  • Zur Gestalt-Therapie: Claudio Naranjo: Gestalt. Präsenz – Gewahrsein – Verantwortung. Arbor-Verlag, Freiamt 1993.
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